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Auszug - Sanierung der Bundesstraße 51 Vortrag von Herrn Dietmar Thomsik, Nds. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr  

ordentliche Sitzung des Bauausschusses
TOP: Ö 5
Gremium: Ausschuss für Bau, Ordnung, Feuerwehr und Umwelt
Datum: Di, 08.12.2015 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 18:00 - 21:53 Anlass: Sitzung
Raum: Ratssaal
Ort: Lindenstraße 14, 27239 Twistringen
 
Wortprotokoll
Beschluss

In einer kurzen Einleitung teilte Bürgermeister Schlake mit, dass man sich bereits in 2 Gesprächen mit dem Straßenbauamt, der Polizei und weiteren Beteiligten mit den 3 Varianten auseinandergesetzt hat. Im ersten Abschnitt vom Ortseingang aus Bassum kommend (Einmündung K103/Osterkamp) bis zur Einmündung Harpstedter Straße ist  eine Fahrbahnsanierung vorgesehen. Von der Einmündung Harpstedter Straße bis zur Einmündung Raiffeisenstraße/Köglerstraße ist sowohl ein Ausbau der Straße als auch der Nebenanlagen vorgesehen. Insgesamt wird die B51/Ortsdurchfahrt Twistringen von der Einmündung K 103/ Osterkamp bis zur Einmündung L 341/Nienburger Straße saniert bzw. ausgebaut. Nach Mitteilung von Herrn Thomsik, Nds. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr ist die Sanierung des ersten Abschnittes von der Einmündung K 103/ Osterkamp bis zur Einmündung Harpstedter Straße bereits im Jahre 2016 vorgesehen, da hier kein Planfeststellungsverfahren erforderlich ist.  Hier soll die gesamte Fahrbahn erneuert werden. Bei den Nebenanlagen werden nur sichtbare Mängel und Beschädigungen, wie z. B. Verdrückungen und Versackungen beseitigt. Für den Bereich zwischen der Einmündung Harpstedter Straße und der Einmündung Raiffeisenstraße/Kögler Straße kommen nach Mitteilung von Herrn Thomsik 3 Ausbauvarianten in Betracht. Diese wurden von Herrn Thomsik ausführlich erläutert und bildlich dargestellt.

Variante I: Radfahrstreifen

Radverkehr auf rot markierten Radfahrstreifen mit einer Breite von 1,85 Meter auf Fahrbahnniveau im Einrichtungsverkehr.

Bord- und Gossenanlagen werden zurückversetzt; bestehende Parkstreifen und Gehweganlagen werden angepasst.

Von den vorhandenen 92 Parkplätzen werden 42 entfallen; 47 Bäume werden entfernt.

Variante II:beidseitige Geh- und Radwege

Radverkehr beidseitig auf getrennten Geh- und Radweganlagen im Einrichtungsverkehr.

Bord- und Gossenanlagen werden beidseitig verlegt; bestehende Parkstreifen verschoben und Geh- und Radweganlagen neu befestigt.

Bei dieser Variante entfallen 50 Parkplätze; 37 Bäume müssen entfernt werden.

Variante III:   einseitiger Zweirichtungsradweg

Radverkehr wird weiterhin einseitig auf der östlichen Nebenanlage, auf getrennten Geh- und Radweganlagen geführt unter Berücksichtigung aktueller Standards; auf der Westseite der B 51 besteht eine Gehweganlage

Bord- und Gossenanlagen müssen überwiegend ostseitig und die Radweganlage neu befestigt werden; Parkstreifen werden nur z. T. verschoben.

Hier entfallen von 92 Parkplätzen 28; 48 Bäume müssen entfernt werden.

Nach Aussage von Herrn Thomsik liegen die Kosten für die einzelnen Varianten noch nicht vor. Die Variante I ist die Kostengünstigste für die Stadt, da der Bund Verursacher der Maßnahme ist. Die Stadt muss nur in den Gehwegbereich investieren. Für den Bund fällt dagegen die Variante II günstiger aus. Die III. Variante ist für die Stadt die teuerste Variante.

Ferner teilte Herr Thomsik mit, dass der OOWV beabsichtigt, sein Kanalnetz zu erneuern und das neue Kanalnetz in die Fahrbahn verlegen möchte.

Auf Nachfrage von Ausschussmitglied Franz Jürgens teilte Herr Thomsik mit, dass bei der Variante I die Fahrbahnbreite 3,75 Meter, der Radstreifen 1,85 Meter und die Bordgosse 0,50 Meter beträgt. 

Bei der Radfahrstreifen-Variante äußerten Ausschussmitglieder Ihr Bedenken dahingehend, dass diese Variante gerade für die Schulkinder eine Gefährdung darstellt und ein Radweg hier sicherer sei. Herr Thomsik entgegnete, dass der Bund nur dort Radwege genehmige, wo man von einer ausgesprochenen Gefahrensituation ausgeht. Dies sei hier nicht der Fall. Außerdem dürfen Kinder bis 10 Jahren auf dem Gehweg fahren.

Nach Aussage von Herrn Thomsik favorisiert das Straßenbauamt, die Untere Verkehrsbehörde und die Polizei die Variante I.

Einige der anwesenden Ratsmitglieder sprachen sich für die Null-Variante aus. Gleichzeitig sollten dann auch die Geh-/Fußwege saniert werden. Herr Thomsik teilte daraufhin mit, dass die Sanierung der Geh-/Fußwege jedoch Aufgabe der Stadt sei. Gleichzeitig machte Herr Thomsik deutlich, dass auch bei der Null-Variante die Möglichkeit besteht, dass einige Bäume beseitigt werden müssen.

Nach Auffassung von Frau Holste – Hagen sind die Bäume entlang der B 51 die Visitenkarte der Stadt.

Bürgermeister Schlake fügte ergänzend hinzu, dass die Stadt jetzt abwägen müsse, welche der 4 Varianten in Frage kommt.

Die Nds. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr benötigt bis März 2016 eine Entscheidung der Stadt Twistringen, da nach Mitteilung von Herrn Thomsik auch noch ein Planfeststellungsverfahren durchzuführen ist. Dieses Verfahren würde gut ein Jahr dauern.             

 


 

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