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Auszug - Flüchtlinge in Twistringen Mündlicher Sachstandsbericht  

ordentliche Sitzung des Ausschusses für Bildung, Erziehung und Soziales
TOP: Ö 7
Gremium: Ausschusses für Bildung, Erziehung, Senioren und Soziales
Datum: Di, 15.03.2016 Status: öffentlich
Zeit: 19:04 - 21:30 Anlass: Sitzung
Raum: Ratssaal
Ort: Lindenstraße 14, 27239 Twistringen
 
Wortprotokoll

Fachbereichsleiterin Anke Raven leitete in das Thema zur aktuellen Situation der Flüchtlinge in Twistringen ein. Die Quote betrage 272 Personen, davon müssen 85 noch aufgenommen werden. Die Notunterkunft werde kurzfristig schließen, so dass dann ab April 135 Personen aufgenommen werden müssten. Bisher seien für die Unterbringung 32 Wohnungen angemietet. Im März haben zwei Sozialarbeiter bei der Caritas ihren Dienst aufgenommen.

Für die Kindertagesstätten erläuterte Frau Roswitha Hormann, dass in den Einrichtungen zwischen 1 und 5 Kindern betreut werden. Hinsichtlich der Sprache und das Finden von geeigneten Dolmetschern treten Probleme auf. Auch die Eingewöhnung sorge für eine stärkere Belastung der Erzieher, da diese in der Regel 1:1 stattfinde.

 

Komm. Schulleiterin der Grundschule Heiligenloh Mareike Meyer-Wilkens berichtete, dass 2 Kinder die Grundschule besuchen. Über das Bildungs- und Teilhabepaket wurde nun eine externe Förderkraft für Deutsch gefunden. Schulleiterin der Grundschule Am Markt Marita Schröder-Geisler sprach von 14 Flüchtlingskindern bzw. von 20 Kindern, die nicht die deutsche Sprache sprechen. Zum 01.02. wurde in Twistringen eine Sprachlernklasse eingerichtet. Die Kinder fügen sich gut in die Grundschule ein, sie können aufgrund der Verständigung jedoch den Unterricht nicht verfolgen.

 

Stadtjugendpflegerin Claudia Möllenkamp informierte, dass mindestens 20 Flüchtlinge täglich das Jugendhaus aufsuchen. Die Verständigung sei schwierig, jedoch komme es dennoch zu einem guten Miteinander. Die Jugendlichen aus der Notunterkunft würden gerne in Twistringen bleiben, es fehle die Perspektive dafür. Sie wünschte sich eine bessere Vernetzung mit der Notunterkunft und eine engere Zusammenarbeit vor Ort, insbesondere mit dem Landkreis Diepholz. Außerdem wies sie darauf hin, dass aufgrund der Einrichtung der Notunterkunft im Schulzentrum eine Hortgruppe im Jugendhaus untergebracht werden musste, was zu Einschränkungen der Beteiligten führe. Hier ergänzte Bürgermeister Martin Schlake, dass die Notunterkunft Ende April definitiv geschlossen werde, so die Informationen des Landkreises.

Auf Nachfrage von Schülervertreter Abed Chatto wies Jugendvertreter Aamer Chatto darauf hin, dass die Notunterkunft abgerissen werden solle und ein Neubau geplant sei. Bürgermeister Martin Schlake ergänzte, dass zu überlegen sei, die Turnhalle stehen zu lassen.

Fachbereichsleiterin Frau Raven wies darauf hin, dass zwischen der Verwaltung und der Caritas ein regelmäßiger Austausch stattfinde.

 

 

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