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Auszug - Sachstandsbericht Wegeseitenränder in Ellinghausen und Borwede  

Sitzung des Ortsrates Heiligenloh
TOP: Ö 4
Gremium: Ortsrat Heiligenloh
Datum: Mi, 29.08.2018 Status: öffentlich
Zeit: 19:00 - 20:10 Anlass: Sitzung
Raum: Gasthaus Witte
Ort: Borwede Nr. 18, 27239 Twistringen
 
Wortprotokoll

Vorab ergreift Ortsbürgermeisterin Anke von der Lage-Borchers das Wort und teilt mit, dass das Thema Wegeseitenränder bereits vor einem Jahr behandelt wurde. Dem Ortsrat sollten hierzu Pläne übersandt werden, dies sei nicht geschehen.

 

Verwaltungsfachangestellte Ulrike Ehlers begründet es damit, dass erst jetzt, nach der Vermessung, die Pläne erstellt wurden. Weiterhin wurden im Jahr 2017 neue Luftbilder gefertigt, die die Luftbilder von 2014 ersetzen.

 

Es folgt der Sachstandsbericht von Ulrike Ehlers.

 

Sie verteilt Pläne von geplanten Maßnahmen in Borwede und Ellinghausen zur Ansicht an die Ortsratsmitglieder und Zuhörer. Ortsbürgermeisterin Anke von der Lage-Borchers bittet um Weitergabe der Pläne an den Ortsrat und Weiterleitung an die Landwirte.

 

Ulrike Ehlers informiert darüber, dass zwischenzeitlich die Wegeseitenränder in  Rüssen bis auf 3 Stellen komplett fertig sind. Es wurden 28.000 m² angesäht und 2.000 m² Hecke gepflanzt. Ebenso wurden für Gemüse Meyer 43.000 Werteinheiten vom Landkreis anerkannt. Es verbleibt noch ein Defizit (Altschulden) an Kompensationsflächen von 33.000 WE.

 

Die Ortschaften Ridderade, Stophel und Heiligenloh gehen in die Flurbereinigung; daher bleiben zur Schaffung neuer Kompensationsflächen momentan noch Ellinghausen und Borwede, später dann andere Ortschaften.

 

Sie berichtet weiter, dass in diesem Herbst nur die Blühstreifen angelegt werden sollen. Als Termin für die Einsaat nennt sie Ende September/Anfang Oktober 2018. Die Bepflanzung mit Gehölzen/Bäumen zur Begrünung der überpflügten Äcker erfolgt später.

 

Zu den Kosten für das Anlegen von Blühstreifen teilt Ulrike Ehlers mit, dass kein Grunderwerb anfällt und die Kosten daher bei der Anlage auf Eigentumsflächen nicht so hoch seien. Sie erläutert am Beispiel Rüssen, dass

1 m² angelegter Blühsaum auf Eigentumsflächen 0,70 € und eine Werteinheit ca. 0,35 € kosten. (siehe Anhang: Anlage auf Eigentumsflächen)

 

Für die Pflege der Blühstreifen sind bisher keine Kosten entstanden, da Pflegeschnitte vom Bauhof mit eigenen Maschinen durchgeführt wurden. Für die weitere Pflege werden Landwirte gesucht, die einen 2 m Mulcher und kleine Schlepper haben.

 

Abschließend fügt sie hinzu, dass das Projekt Wegeseitenränder einen Modellcharakter für den Landkreis Diepholz hat; Twistringen ist Vorreiter.

 

Im Anschluss an den Sachstandsbericht von Ulrike Ehlers regt Ortsbürgermeisterin Anke von der Lage-Borchers an, das Projekt Bepflanzung mit Gehölzen in Abstimmung mit den Landwirten und Herrn Kanzelmeier vom Landkreis Diepholz zu planen und auszuführen. Sie sagt, dass es auch einen Beschluss gäbe, die Landwirte mit einzubinden.

 

Auf die Frage von Ortsratsmitglied Cord-Hinrich Runge, warum die Stadt Ausgleichsflächen nachweisen muss und nicht Gemüse Meyer erklärt Bürgermeister-Vertreter Horst Wiesch, dass Gemüse Meyer sich in einem Gewerbegebiet befindet, welches durch die Bauleitplanung der Stadt Twistringen betrieben wird. Grundsätzlich muss die Stadt, wenn sie Bauleitpläne erstellt auch Ausgleichsflächen für diese Gebiete schaffen. Dies gilt auch für neue Baugebiete.

 

Ortsratsmitglied Take Nienstermann fragt zum Thema Ausgleichsflächen nach Einsicht in die Korrespondenz mit dem Landreise Diepholz. Hierzu sagt Ulrike Ehlers, dass es keinen großen Schriftverkehr gebe, es würde im Rahmen der B-Plan Genehmigung eine Stellungnahme über die Anerkennung vorliegen. Die Details der Bewertungskonventionen für die Anerkennung wurden vom Planungsbüro NWP Oldenburg mit dem UNB ausgehandelt.

 

Zuhörer Ulrich Helms fragt, warum neue Bäume am Goldenstedter Damm gepflanzt werden sollen, da dort die alten Eichen gefällt wurden. Ulrike Ehlers antwortet, dass es sich hierbei nicht um Eichen, sondern um Weiden gehandelt habe, die bei der Heckenpflege „auf den Stock setzen“ zurückgeschnitten wurden.

 

Nach weiterer Diskussion um neue Plätze für Ausgleichsflächen schlägt Zuhörer Frank Ehlers vor, keine Gehölze an den Wegen zu pflanzen sondern andere Flächen zu nutzen, die von den Ortschaften eigens dafür zur Verfügung gestellt werden. Es solle mit Herrn Kanzelmeier geklärt werden, ob die Ortschaften auch so Werteinheiten und den geforderten Gehölzanteil von 10 % stellen können.

 

Abschließend fasst Bürgermeister-Vertreter zusammen und schlägt vor:

Der Ortsrat nimmt das Konzept Blühstreifen zustimmend zur Kenntnis und erhält die Pläne.

Die Bepflanzung Gehölze/Bäume wird noch mit den Landwirten und dem Landkreis abgesprochen.

 

Der Ortsrat stimmt dem Vorschlag einstimmig zu

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Anlage Blühstreifen auf Eigentumsflächen (220 KB)      
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