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Vorlage - 2017/020  

Betreff: Sachstandsbericht Wegeseitenränder
Status:öffentlichVorlage-Art:Mitteilungsvorlage
Verfasser:Ehlers, Ulrike
Federführend:FB III Bau und Ordnung Bearbeiter/-in: Schütte, Sven
Beratungsfolge:
Ausschuss für Bau, Ordnung, Feuerwehr und Umwelt Mitteilung
02.03.2017 
Sitzung des Ausschusses für Bau, Ordnung, Feuerwehr und Umwelt zur Kenntnis genommen   
Ortsrat Heiligenloh Mitteilung
07.03.2017 
Sitzung des Ortsrates Heiligenloh zur Kenntnis genommen   
Ortsrat Natenstedt Mitteilung
14.03.2017 
Sitzung des Ortsrates Natenstedt zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Anlage/n

Sachverhalt:

Der Rat der Stadt Twistringen hat am 23.07.2015 beschlossen, das Handlungskonzept zur Rückführung überpflügter Wegeseitenränder umzusetzen. Erste Ortschaft bei der Umsetzung ist Heiligenloh. Sollte es nicht zur Flurneuordnung in Rüssen kommen, kann auch dort mit der Umsetzung begonnen werden.

Am 23.09.2016 wurde der Ortsrat von Heiligenloh in einer nicht-öffentlichen Sitzung über erste Ergebnisse der Luftbildauswertung und das weitere Vorgehen informiert. Mit der UNB, vertreten durch Herrn Kanzelmeier, wurde am 17.11.2016 abgestimmt, dass das Twistringer Wegeseitenränderkonzept grundsätzlich umgesetzt werden kann. Einzelne Maßnahmen müssen dann vor der Umsetzung und zur späteren Anerkennung der Werteinheiten genehmigt werden. Um nicht bei der Umsetzung in Borwede mit den Planungen der WEA Betreiber in Konflikt zu geraten, fand am 18.11.2016 ein Austausch mit einem Vertreter der Westwind statt. Hier könnte eine gemeinsame Umsetzung erfolgen. In Rüssen wurden die Pläne zur Rückführung der Wegeseitenräume an die Flurbereinigung weitergegeben, die die Wegeseitenränder in ihren Grünordungsplänen berücksichtigt hat. Maßnahmenpläne für Heiligenloh und Rüssen liegen vor.

Bei dem Luftbildabgleich wurde festgestellt, dass im Gebiet von Heiligenloh ca. 7,2 ha der öffentlichen Wegeseitenränder landwirtschaftlich genutzt werden. Für die Ortschaft Rüssen kommt man auf geschätzte 6,5 ha. In beiden Ortschaften wurde ersichtlich, dass auch ganze Wege komplett überpflügt wurden und aus der Örtlichkeit verschwunden sind. Die Ergebnisse sind in Karten dargestellt.

In einem zweiten Schritt wurden die überpflügten Wegeseitenränder darauf hin geprüft, ob sie sich eignen, als Kompensationsfläche der Stadt angelegt und anerkannt zu werden. Als mögliche Form der Gestaltung bieten sich angesäte Blühstreifen (Regiosaat) mit und ohne Bäumen oder Hecken an. Ca. 4,4 ha könnten in Heiligenloh durch geeignete Maßnahmen in Kompensationsflächen umgewandelt werden.

Das weitere Vorgehen in Heiligenloh und auch in Rüssen sieht vor, dass im Frühjahr Ortstermine mit den betroffenen Landwirten und Pächtern stattfinden, damit die Ackergrenze festgestellt werden kann. Sollte es zu keiner Einigung kommen, müssen die Flächen amtlich eingemessen werden. Die Markierung der Grenze muss dann mit Eichenspaltpfählen durchgeführt werden, um ein erneutes Überpflügen zu verhindern.

 

 

Die Nutzung der Wegeseitenränder als Kompensationsflächen wird im Landkreis Osnabrück und im Emsland schon seit einigen Jahren umgesetzt. Im Landkreis Diepholz ist die Stadt Twistringen hier Vorreiter, andere Gemeinden und die Landwirtschaftskammer verfolgen das Projekt mit großem Interesse.


 

 


Anlage/n:

 

Stammbaum:
2017/020   Sachstandsbericht Wegeseitenränder   FB III Bau und Ordnung   Mitteilungsvorlage
2017/065   Vorstellung der Maßnahmen zum Wegeseitenränderkonzept   FB III Bau und Ordnung   Anhörung
2017/020-1   Vorstellung der Maßnahmen zum Wegeseitenränderkonzept   FB III Bau und Ordnung   Anhörung
2017/020-2   Vorstellung der Maßnahmen zum Wegeseitenränderkonzept   FB III Bau und Ordnung   Anhörung
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